224. Tag – Franz Josef Gletscher

Dann ging es los Richtung der Gletscher. Ein weiterer Deutscher traf zu uns, Andi aus Muenchen. So war es wirklich eine sehr schoene Fahrt und wir quatschten viel. Zwischendurch hielten wir in einer kleinen Stadt. Dort sind Nina und ich dann in eine Werkstatt, in der sie Jade bearbeiteten. Die Arbeiter freuten sich auch sichtlich, uns alles zu erklaeren. Danach ging es dann an den Strand – ein grossartiger Anblick der kleinen Stadt mit den Holzhaeusern zwischen dem Strand und den Bergen – Idylle pur. Dann ging es noch zu einem kleinen Ort, in dem man Gold waschen konnte… Wir taten es nicht, sondern schauten uns ein bisschen um, ja und dann erreichten wir den Gletscher. Ich meine vor einem Gletscher kann man ja immer in Sprachlosigkeit geraten, aber ich muss zugeben, dass ich schon weitaus schoenere in Norwegen gesehen habe. Dieser war recht dreckig und es reizte mich gar nichts, darauf zu wandern, was angeboten wurde. Ich war dann froh, die Kanutour ueber den nahen See gebucht zu haben. Puenktlich standen wir zu viert dort und warteten noch auf die andere Bustour. Dann ging es los und natuerlich zog sich in dem Moment der Himmel total zu. Es war trotzdem ein toller Ausflug. Ich teilte mir das Kanu mit einer Daenin und der See war wirklich wunderschoen, da er eine Oberflaeche wie ein Spiegel hat, in dem sich der Gletscher und die Waelder widerspiegeln. Wir glitten dann ueber das Wasser und ich legte meine Skepsis gegenueber dem Kanufahren ab, etwas vorschnell… Dazu muss ich ja mal sagen, dass ich bis jetzt nur ein traumatisches Erlebnis im Spreewald mit dem Kanufahren verbinde – wo wir im Zickzack immer an den Rand stiessen und am Ende noch fast von einem Hund aufgefressen wurden, da wir seinem Grund und Boden zu nahe gekommen sind. Naja, es hiess dann also am anderen Ende des Sees rein in eine kleine Wasserstrasse durch den Urwald. Der Gruppenfuehrer, ein super Sympathischer und am Ende mein Held des Tages, sagte uns dann auch extra, dass wir ihm folgen sollen. Dorthe, die Daenin, dachte dann aber eine kleine Abkuerzung nehmen zu koennen und sie war leider diejenige, die die Richtung angab. Zumindest hingen wir 2 Minuten spaeter im schoensten Algenschlick, den man sich vorstellen kann. Es ging gar nichts mehr, weder vor noch zurueck. Das Ruder hatte sich verkantet und wir konnten herzlich wenig machen. Man stelle sich einen Kaefer auf dem Ruecken liegend vor – so in etwa. Zumindest kam Kent dann zurueck und versuchte uns mit einem Seil raus zu ziehen, nicht einmal das funktionierte. Doch irgendwie schaffte er es dann, zu uns durchzudringen – ich sah ihn auch schon festhaengen – und uns mit allem Koerpereinsatz rauszuziehen. Ach, ich wusste wieder, warum ich Sachen auf dem Wasser skeptisch gegenueber stehe. Die naechste Herausforderung folgte dann in dem Flussarm. Wir meisterten es aber ganz gut, bis wir dort umdrehen mussten und uns wahrscheinlich die engste Stelle ausgesucht hatten. Irgendwie funktionierte es dann schlussendlich doch. Am Ende waren wir zwar nass, aber mehr durch den stroemenden Regen als durch ein unfreiwilliges Bad. Trotzdem war es wirklich schoen und der Anblick auf den spiegelnden Gletscher umhangen von Wolken entschaedigte fuer alles. In dem Paket war auch noch eine CD drin mit Fotos, die Kent die ganze Zeit fleissig schoss – und darauf sieht es nach einer Menge Spass aus – was es ja auch war 😉 Es hatte sich gelohnt! Wir kamen dann total durchnaesst wieder in der Lodge an. Andi und ein anderes Maedchen waren schon startbereit fuer eine Wanderung zu einem Tunnel, in dem es Gluehwuermchen geben sollte. Ich war eh schon vollkommen durchnaesst und so schloss ich mich ihnen an. Erst rannten wir in die vollkommen falsche Richtung und dann war es auch noch der falsche Tunnel – 2 Stunden hin und zurueck und das im Stockfinsteren. Nein, darauf hatte ich dann echt keine Lust mehr und ich war doch etwas fertig vom Ausflug. So verlagerten wir also die Abendbeschaeftigung ins Innere und hatten eine Bilderschau von den Reisen der jeweiligen Personen. Das zog sich dann auch bis um 1 in der Nacht hin. Es war ein super schoener Tag. Leider der letzte mit Nina und Andi, da die beiden noch laenger bleiben wollten. Fuer mich hiess es am naechsten Tag auf Richtung Queenstown…

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