Reisevorbereitung

So, jetzt ist es wohl an der Zeit, hier einen Anfang zu machen.
Erstmal möchte ich euch ein bisschen was über meine letzten 3 Monate berichten. Tja, Stress ist wohl gelinde gesagt eine Untertreibung für diese Zeit. Man möchte eine Weltreise machen, doch wo fängt man da an? Ich habe mich von den großen wichtigen Sachen zu den kleinen vorgearbeitet. Das Wichtigste sind dann wohl doch die Visa, mögliche Impfungen und das Ticket. Und so begann es dann auch an einem sonnigen Tag in Leipzig, an dem ich mich auf den Weg ins Reisebüro begab, um mir meine Route zu überlegen. Das ist echt ein ganz schön merkwürdiges Gefühl über Länder, die man nicht kennt, zu entscheiden. Wie lange bleibt man an welchem Ort. Doch nun ist es amtlich und die 11 Länder stehen fest. Wahnsinn, was wird mich erwarten? Welche Kulturen, Menschen, Schicksale, Landschaften, Sitten, Bräuche… Ich werde mich überraschen lassen…
Kleine Info zu dem Ticket: das ganze nennt sich ROUND-THE-WORLD-TICKET und ist bei sta-travel zu bekommen. Man legt sich auf die Zeit fest – ein halbes oder ganzes Jahr – und dann bestimmt man seine Route. Die Länder und die Flüge sind frei wählbar, man muss sich nur für eine Richtung entscheiden. Ich fliege gen Osten, der Sonne entgegen 🙂 Tja, und dann hat man die Basis geschaffen und ist furchtbar stolz, wenn man sich diese „kleine“ Weltkarte und seine Route anschaut. Insgesamt hat mich das Ticket 2150 € gekostet. Als Info für welche, die das auch mal für später planen…
Als nächstes habe ich mich dann um meine Reiselektüre gekümmert. Es macht wirklich Spaß sich aus 1000 verschiedenen Büchern seine Auswahl zusammen zu stellen. Viele, gute Infos auf wenigen Seiten, manchmal echt schwierig. Dank meinem guten Verhandlungsgeschick habe ich auch 6% Rabatt ausgehandelt. Manchmal lohnt es echt hartnäckig zu bleiben und auch wenn es vielleicht nicht die Masse an Einsparungen ist, man ist doch irgendwie stolz. Jaja. Ich habe mich für den englischsprachigen Lonely Planet entschieden, zur Übung und wegen seinem guten Ruf.
Tja und dann ging mein Berlin-Marathon auf der Jagd nach meinen Visa los. Boah, wie anstrengend und Berlin ist groß, das weiß man danach. Bei den Botschaften der kleinen Länder war es echt lustig und so mancher hat sich als Kofferträger angeboten, ich glaub ich sehe zu hilfsbedürftig aus. Aber da ich eh keine Koffer mitnehme, brauche ich auch keinen Kofferträger. Die Indische Botschaft hatte es dafür in sich und nahm doch tatsächlich 3 Tage in Anspruch *nerv* und das Zettel-Geziehe à la Arbeitsamt brachten auch nicht wirklich gute Laune. Aber natürlich ist man extrem stolz, wenn man dann die netten Visa-Aufkleber im Pass erblickt. Ja und nebenbei ließ ich mich dann auch noch etwas pieksen, insgesamt 5 Impfungen, die man leider auch selbst finanziell tragen muss. (Typhus, Polio und Tollwut)

[img=right]vorbereitung/julerucksack.jpg[/img]Die Zeit verging und am Ende brach dann der Stress aus, für alle die mich kennen, ist das ja nichts neues 😉 Zumindest bin ich bis kurz vor Abfahrt mit dem Zusammentragen meiner Reiseausrüstung beschäftigt gewesen… Zum Anfang denkt man sich, ach ein kleiner Rucksack, ein paar T-Shirts und ne Hose, vielleicht noch eine Zahnbürste und das war es. Aber wenn es dann ernst wird, braucht man doch noch dies und das, weil man mit allen Eventualitäten rechnet (sprich eine massige Reiseapotheke für alle Zipperchen), warme Sachen für kalte Länder, viele T-Shirts für die warmen Länder und, und, und. Ich werde dann sehen, was ich brauche und was total überflüssig ist.

Doch eins habe ich schon jetzt mitbekommen, wie hilfsbereit die Leute sind, denn überall gab es wertvolle Tipps, Entgegenkommen, gute Ratschläge und aufmunternde Worte, wie lieb meine Freunde sind, die sich viele tolle Sachen überlegt haben, mich aufbauten, wenn es mir schlecht ging und mich Zweifel plagten und sich mit mir freuten, die Angst um mich haben, weil sie mich mögen. Danke an dieser Stelle noch einmal für eure Hilfe und für die tollen Abschiedsworte und Szenen, ob früh um 6 vor der Haustür, oder der letzte Gang zum Bahnhof 😉 (ich komme ja wieder, keine Angst, so schnell werdet ihr mich nicht los)… Doch auch viel Skepsis wurde mir entgegengebracht. Verständlich, doch nicht immer hilfreich. Ich hoffe einfach auf eine tolle Zeit mit schönen Erfahrungen, an denen ich euch durch dieses Reisetagebuch teilhaben lassen möchte. Viel Spaß dabei!

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