109. Tag – Ninh Binh

Am naechsten Tag ging es dann frueh los Richtung Ninh Binh – 2 Tempel und eine Flussfahrt standen auf dem Programm. Wir starteten mit 1000 anderen Bussen von Hanoi. Super lustig wie alle ihre Schaefchen einladen und dann mit ihnen zu Tagestouren in die Umgebung fahren. Im Auto hoerte ich auch mal wieder richtig gute Musik, nicht das vietnamesische, sehr hohe Gesinge „“begnadeter Kuenstler““ – leider nicht so mein Geschmack. Die beiden Tempel waren auch wirklich sehr schoen und es machte viel Spass, die alte vietnamesische Architektur zu bestaunen, die viel mit der chinesischen gemeinsam hat. In unserer Gruppe war unter anderem auch ein Taiwanese, der aber hier in Vietnam gearbeitet hatte und die Sprache schon recht gut beherrscht. Es war ein Bild fuer die Goetter wie sich die Frauen mit ihren ganzen Postkarten und Souvenirs auf ihn stuerzten. Sie liessen ihn gar nicht mehr gehen, zerrten an seinem Aermel herum und redeten ihn in Grund und Boden. Er sah dabei so hilflos aus, er konnte ihnen einfach nicht entrinnen. Ich lachte Traenen auf der Strasse – und am Ende kam er bepackt mit Untersetztern aus Bast wieder – bestimmt nicht das wert, was er schlussendlich bezahlt hatte. Grossartig 🙂
Papa erstand auch ganz guenstig etwas – ein paar Super-Batterien fuer den Fotoapparat, die nach 5 geschossenen Bildern erneut ihren Geist aufgaben – und die alten hatte die gute Verkaeuferin gleich eingeheimst. Naja da wissen wir ja, wie lange sich der naechste Tourist ueber neu erworbene Batterien freuen kann. Zumindest war das dann Papas Aergernis. Und immer wenn wieder jemand ankam, hiess es „“Ach, wollen sie mir wieder Batterien andrehen? Das kann doch alles nicht wahr sein, so ein Beschiss. Ich kauf hier nichts mehr…““ Super lustig. Wir hatten viel zu lachen diesen Tag. Das Wort Batterie reichte aus, um ueber die erneut aufkeimenden Schimpftiraden in Gelaechter auszubrechen. Als naechstes ging es dann mit einem kleinen Boot auf den Fluss, eingereiht in die Kolonne aller anderen Touris. Die Landschaft erinnerte ein wenig an Yangshuo. Gesteuert wurde es von einem jungen Vietnamesen und seiner Mutter. Sie haben hier auch eine sehr beeindruckende Technik des Bootfahrens. Sie koennen die Ruder mit den Fuessen steuern – wirklich ein einmaliges Bild. Das Wetter liess uns etwas im Stich und so war es doch sehr kalt, aber wunderschoen. Wir passierten 3 Hoehlen und konnten die Leute beobachten, die im Wasser fischten. Sie wateten durch das truebe Wasser – Brrrr. Eine wunderschoene Kulisse mitten zwischen den hohen Felsen und die schneeweissen Reiher, die ueber das Wasser gleiten. Auf dem Rueckweg stuerzten sich die Boote mit Getraenken und Essen auf uns. Als wir mehrmals verneinten, sollten wir dann etwas fuer die Mutter mit ihrem Sohn kaufen (Jaja und danach geben sie die Getraenkedosen wieder zurueck – kein Scherz). Als das alles nicht fruchtete, fuhren wir weiter und ploetzlich holte die aeltere Dame ihre ganzen Deckchen heraus. Naja, da war es ja gut, dass Papa neben ihr sass – ich erinnere nur an die Batterien ;). Am Ende wurden sie nichts los, bekamen aber ein ordentliches Trinkgeld. Neben uns fuhren auch 2 junge Chinesen, die bequatscht wurden ohne Ende. Selbst als wir dann angelegt hatten, hoerte die Frau im Boot immer noch nicht auf und mit Tueten beladen stiegen sie aus. Was sie mit bestickten Tuechlein wollen, wissen sie wahrscheinlich selbst nicht 😉 Ach wir lachten Traenen, soviel Spass hatte ich schon lange nicht mehr. Am Ende eines doch sehr amuesanten Tages kehrten wir ins hektische Hanoi zurueck. Am Abend stand noch ein kultureller Besuch auf unserem Programm. Wir besuchten das Wasserpuppentheater. Wirklich sehr schoen. Zu vietnamesischer Musik mit typischen Instrumenten schwammen Holzfiguren in einem kleinen Wasserbecken, gelenkt mit Hilfe von Holzstangen – Drachen, Phoenixe, Krieger und Fische. So wurden verschiedene Geschichten und Legenden erzaehlt. Ein rundum gelungener Tag 🙂

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