124.-126. Tag – Saigon

Wie gesagt ging es dann am Freitag-Morgen (19.01.) Richtung Saigon (jetzt Ho Chi Minh City). Im Bus traf man auch wieder altbekannte Gesichter, mit denen ich schon die letzten Male immer gemeinsam gefahren bin. Naja, die Traveller-Welt ist eben doch ganz klein. Die Fahrt bestand dann auch eher aus schlafen, schlafen und mhh schlafen. Kurz bevor wir in Saigon eintrudelten, wurde auch unser Gefaehrt noch einmal kraeftig gewaschen, dass alles blitzte und wir durften in der bruehenden Hitze warten. Ja, das Wetter hier ist sonniger und dadurch auch „“schoen““ warm, so schoen, dass man sich immer und ueberall einen Pool wuenscht. 😉 Mittlerweile war es dann auch schon Nachmittag und wir gerieten ins totale Verkehrschaos. Allerdings machte das doch viel Spass, da man so Zeit hatte, die ganzen Mopedfahrer, Buspassagiere und Lkw-Fahrer zu beobachten. Die meisten strahlten mich die ganze Zeit an und winkten freudig rueber. So krochen wir vorwaerts, mal waren wir schneller, dann wieder die anderen und immer begruesste man sich neu 🙂 Dann endlich angekommen, rief ich Yorck an, bei dem ich die naechsten Tage bleiben konnte. Noch einmal ein ganz grosses Dankeschoen dafuer!!! Es war toll und wirklich sehr entspannend. Naja, am Ende war dann die Verbindung weg und ich suchte mir auf gut Glueck ein Motorradtaxi. Das war schon sehr krass – ich mit meinem schweren Rucksack auf dem Ruecken und mitten in dem wahnsinnigen Getuemmel auf der Strasse. Nach 10 zurueckgelegten Kilometern und einer halben Stunde Fahrt fielen mir fast meine Arme ab. Und natuerlich wusste der Fahrer auch nicht 100%-ig, wo er hin musste. Zudem hatte er eh die ganze Zeit damit zu tun, mir seine Faehigkeiten als Ehemann zu anzupreisen und mir tolle Cafes am Strassenrand zu zeigen, bei dem man ja auch noch kurz anhalten koennte. Oh mann, langsam wurde ich dann echt wuetend, denn der Rucksack wurde schwerer und ich wollte nur noch ankommen und nicht noch irgendwo einen Kaffee trinken gehen. Endlich erreichten wir dann auch das gesuchte Objekt und man versicherte mir, dass es hier auch einen Mr. Yorck gibt 😉 Die Wohnanlage ist der absolute Wahnsinn, fuer meine bescheidenen Ansprueche Luxus pur und sie hatten mir sogar eine wunderschoene weiche Matratze aufgebaut. Ach ja, was will man mehr. Wir sind dann auch gleich wieder Richtung Stadt und dort zu einem Sushi-Restaurant – fuer mich der erste Besuch, wie ich hier mal gestehen muss. Und es war sehr lecker und die Kellner sehr eifrig. 🙂 Danach ging es noch in diverse Bars, wobei bei der einen chinesische Live-Musik gespielt wurde – sehr angenehm, wenn aber auch etwas laut, was hier aber normal zu sein scheint. Was auch gleich auffaellt, dass es ziemlich viele Weisse gibt (meist sehr uebergewichtig, aelter und nicht unbedingt ansprechend – meiner Meinung nach), die dann mit kleinen zierlichen Vietnamesinnen rumsitzen, die ihnen gerade mal bis zur Schulter gehen und meist vorher die Bekanntschaft mit einem Farbtopf gemacht haben. Aber bitte, soll ja jeder tun und lassen, was er moechte, denn hier kann mir keiner was von grosser Liebe erzaehlen. Am naechsten Tag war dann ausschlafen angesagt und am Pool liegen – der ein absoluter Traum ist. Auch die Leute dort sind super lieb und kuemmern sich ruehrend um dein leibliches Wohl – es ist wirklich Luxus. Dann wollten wir uns Yorck’s Firma anschauen, die aber leider geschlossen war und anschliessend waren wir bei Metro einkaufen. Aus der geplanten Lasagne wurde dann doch eher eine Spaghetti Bolognese, da manche Zutaten beim besten Willen nicht aufzutreiben waren. Es schmeckte dann auch wirklich lecker, wobei ich mich ja nicht selbst loben will ;), habe naemlich Yorck aus der Kueche verbannt. So wurde es ein sehr gemuetlicher Abend mit DVD’s anschauen. Ach ja, auch mal wieder schoen, nach genau 4 Monaten. 🙂 Ja, und dann war es endlich soweit, Kristin sollte am naechsten Abend ankommen. So machte ich mich also am Morgen mit dem Shuttle-Bus los Richtung Stadtzentrum. Ich lief durch die Strassen und erkundigte mich nach Preisen. Wie angenehm ist das, wenn man keinen Rucksack auf dem Ruecken hat, also nicht als potentielles „“Opfer““ angesehen wird. 😉 Ich fand dann auch relativ schnell alles, was ich brauchte, erkundigte mich noch nach dem Bus zum Flughafen, nachdem mich ein Motorradtaxifahrer vorher komplett verwirrte. Aus der Linie 152 machte er eine 52 und die Haltestelle befand sich auch eine Ecke weiter, mysterioes 😉 Im Hotel genoss ich dann noch einmal den schoenen Pool und ein bisschen Internetkram konnte ich auch noch erledigten, bis ich mich dann von Yorck verabschiedete und wieder nach Saigon reinfuhr. Der Shuttlebus war vollgepackt mit Menschen, wobei die eine Frau versuchte die Luft aus einem quietschenden Schwimmreifen zu lassen. Nerv. Nassgeschwitzt kam ich dann im Hotel an, nun aber schnell zum Bus. Gott sei Dank fand ich dann die richtige Stelle und dann hiess es warten, warten, warten. Oh, ich bin doch immer so ungeduldig und ich war fast anderthalb Stunden vor der Landung da. Ich lernte aber noch Nanh kennen, eine Vietnamesin, oder besser sie sprach mich an. Sie studiert in Saigon Englisch und faehrt jeden Abend zum Flughafen, um mit Auslaendern zu sprechen und ihr Englisch zu verbessern. Krass. Und dann kam Kristin endlich (nachdem ich schon wieder alle Schreckensszenarien in meinem Kopf durchgespielt hatte) – ach, war das schoen. Ich habe mich so doll gefreut. Und es hatte auch alles super geklappt. Dann sind wir mit dem Taxi zurueck und haben den ersten Abend nur im Hotelzimmer gesessen und gequatscht. Es gab schliesslich viel zu erzaehlen, man was alles so in ein paar Monaten passieren kann.

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