272.-273. Tag – New York

Alex und ich sind dann frueh raus und ich sah gerade noch den Bus zum Flughafen abfahren, obwohl wir eigentlich noch eine halbe Stunde Zeit hatten. Auf meine Frage, wann er wieder zurueck sei, bekam ich nur ein Brummen als Antwort. Es wurde wirklich Zeit, dass ich hier wegkam…
Aber eine sehr positive Sache ist noch passiert 🙂 Ich wollte noch einmal ins Internet und hier gibt es meist nur diese Automaten, in die man Dollarnoten steckt und dann kann man dafuer 10 Minuten drin bleiben – *heul*, das ist so teuer. Naja auf alle Faelle hatte meine Maschine ein paar Probleme und spuckte mir statt meiner eingesteckten Dollarnote noch 2 zusaetzliche aus und gab mir statt 10 Minuten 100 Minuten Internetzeit. Ja, wer will sich da beschweren? 😉 Leider hatte ich nur nicht die Zeit, diese zu nutzen, aber egal. Vielleicht war es ja so eine Art Entschaedigung 🙂
Der Bus war dann auch wieder puenktlich da und zurueck ging es zum Flughafen. Dort reihten wir uns in eine ewig lange Schlange aufgrund des Sicherheitschecks ein, nur um dann festzustellen, dass wir fuers Einchecken gar nicht in dieser Schlange haetten stehen muessen. Es war zumindest lustig zu beobachten, wie wichtig sich die Aufsichtspersonen vorkamen, wenn sie die Leute dirigierten und wie viel bessergestellt man ist, wenn man mit einem fetten Auto und Chauffeur anreist und gleich mal an allen Wartenden vorbei geht und das auch vollkommen ok ist. Haette noch Ewigkeiten damit verbringen koennen, alles zu beobachten 🙂 Dafuer war die Dame am Quantasschalter super nett und gab mir einen Fensterplatz, was ich doch sehr schoen fand, da ja der Flug einmal quer ueber die USA ging. Gluecklicherweise mussten wir uns nicht noch einmal anstellen, da sich die Schlange inzwischen auch aufgeloest hatte und relativ schnell sassen wir dann im Flugzeug. Es war wieder ein sehr angenehmer Flug und ich hatte diesmal sogar 2 Sitze fuer mich, wie schoen. Das Flugzeugessen war wieder einmal extrem lecker, da muss ich jetzt wirklich einmal ein Lob los werden. Hatte bis jetzt immer sehr leckere Sachen. Die Zeit verging total schnell und dann landeten wir auch schon in New York. Meine Beine machten mir etwas Sorgen und diesmal vergass ich auch nicht die Gymnastik, die in dem kleinen Heftchen beschrieben war, half allerdings nicht so viel, ausser dass sie nicht noch geschwollener wurden.
In New York ging dann auch alles recht schnell und ich nahm einen Shuttle vom Flughafen zum Hostel, da es schon recht spaet war und die Angaben auch sehr ungenau waren, um mit der Bahn hinzukommen, besser gesagt, sie widersprachen sich total. Dieser kostete gleich das 4-fache, aber naja. Im Bus lernte ich Alida aus Berlin kennen und somit verging die Zeit recht zuegig. Manhattan war der Hammer. Wir fuhren durch das Strassen- und Menschengewirr. Es war gigantisch und toll, viel zu viel, um alles mit einem Blick in sich aufzunehmen. Hier gab es auch wieder mit Baeumen gesaeumte Strassen, die Atmosphaere das komplette Gegenteil von L.A. – ich fuehlte mich wohl.
Ich war dann die Letzte und landete doch ziemlich im Norden, in Harlem. Das Hostel, eine alte Villa, war total schoen und gemuetlich. Ich musste allerdings noch einmal raus, da ich ueberhaupt nichts mehr zu essen hatte. Es war schon gegen 10 und mir war doch etwas mulmig zu Mute, da ich die einzige Weisse auf der Strasse war und noch immer die Geschichten von L.A. im Kopf hatte. Aber alles war super, die Strassen waren voll mit Leuten und im Supermarkt fand ich auch alles, was ich brauchte. War trotzdem froh, wieder zurueck im Hostel zu sein.
Der naechste Tag war dann total unspektakulaer und ich war die meiste Zeit damit beschaeftigt, meine weitere Reise zu planen. Ich hatte mich ja entschlossen, doch gleich nach Boston zu gehen und nicht wie erst geplant in New York zu bleiben. Ich ging dann auch noch einmal um den Block, auf der Suche nach einer Haekelnadel ;), aber das war mal richtig peinlich. Ich landete in einem Afroshop, da ich dachte, dass man hier vielleicht am ehesten so etwas finden kann. Dort sassen dann die ganzen Frauen zusammen mit ihren wundervoll farbigen Kleidern und Kopfbedeckungen. Ich kam mir so daemlich vor, als ich nach einer Haekelnadel fragte und sie verstand mich auch total falsch. Eine andere Frau laechelte mich zwar freundlich an und sie verstand auch, was ich wollte, jedoch war sie auch nur eine Besucherin dort und die andere Frau schleifte mich schon nach draussen, um mir Bilder von geflochtenen, grossartigen Frisuren zu zeigen, nur fragte ich mich dann wie sie das ueberhaupt mit meinen Haaren anfangen wollte 😉 – ich glaub mit flechten ist da nichts mehr. Naja, auf alle Faelle hatte sie am Ende keine Haekelnadeln und ich war froh wieder auf der Strasse zu sein. Die geflochtenen Frisuren sehen uebrigens richtig schick aus. Auf der Strasse habe ich so viele Maedchen damit gesehen, eine schoener als die andere 🙂 Zurueck im Hostel habe ich dann etwas gelesen, Musik gehoert und spaeter bin ich runter in den kleinen Pavillion im Hinterhof, wo sich alle zusammenfanden. Es war auch noch ganz nett und dann ging es aber auch bald ins Bett fuer mich, da ich ja am naechsten Tag nach Boston wollte. Mitten in der Nacht wurde ich dann noch aus meinem Bett getrieben, da die Leute von der Rezeption irgend etwas verschlampt hatten oder besser vergessen hatten, mir zu sagen, dass ich umzuziehen habe 🙁 Der Typ, der statt dessen in meinem Bett schlafen sollte, war dann aber auch ein komischer Mensch. Er haette ja auch einfach ein anderes freies Bett nehmen koennen, als mitternachts noch so einen Aufstand zu machen, zu Mal er auch nur eine Nacht blieb. Naja, ich trollte mich dann total verschlafen eine Etage tiefer und am naechsten Morgen ging es dann Richtung Chinatown, von wo der Bus abfahren sollte.

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