165.-167. Tag – Bangkok

Hallo, ich wieder, beim Aufholen meiner letzten Tage… Im Vorfeld muss ich mich wahrscheinlich erstmal entschuldigen, dass meine Thailandberichte nicht so tief gehen wie vorherige. Das liegt zum einen wahrscheinlich, an der wenigen Zeit, die ich zum Schreiben hatte, aber auch an Thailand selbst. Es gibt kaum etwas Auffaelliges, ausser dass vieles nicht mehr wirklich asiatisch ist – so wird wenig gespuckt, sieht man kaum noch die typische Hockhaltung, findet man ueberall westliche Toiletten, sieht man riesige Autos auf den Strassen, westliche Kleidung ueberall, gestylte Thais – der absolute Wahnsinn, riesige Haeuser, Burger King and KFC, viel Sextourismus, Tattoos (die in Vietnam noch verpoent waren, so dass man sie sogar unter der Kleidung verstecken musste) und offensichtlicher Drogenkonsum. Zum anderen hatte ich wirklich wenig Kultur, was ich aber auch nicht so schlimm finde, denn die Zeit zum Entspannen hat mir sehr gut getan. Mehr als die Kultur und das Leben auf der Strasse faszinieren doch die Leute und davon habe ich sehr viele kennengelernt, doch ich kann hier wahrlich schlecht alle Dialoge oder Begebenheiten schildern – deshalb als kleine Entschuldigung ueber die wenig tiefsinnigen Schilderungen. So seht es als Information, was ich so die ganzen Tage gemacht habe. Ich kann nur sagen, es war eine einmalig schoene Zeit, es fiel mir sehr schwer zu gehen, da ich viele in mein Herz geschlossen habe (naja, geht mir ja immer so, doch diesmal war es schon besonders schlimm), aber vielleicht war es jetzt auch an der Zeit, denn nur am Strand rumhaengen, baden, lesen, spielen, quatschen, essen, tanzen und Leute treffen wird mit der Zeit auch langweilig… 😉 Zudem ist Thailand so touristisch, es wird alles fuer dich getan und soziale Probleme oder aehnliches bekommt man kaum noch zu Gesicht, so verschwinden auch die Bettler aus deinem Gesichtfeld in dem bunten Treiben in der Kao San oder an den weissen Straenden mit den Palmen, schliesslich „“will““ das niemand sehen.
Nun war zumindest unser letzter Tag auf Ko Chang angebrochen und es ging zurueck nach Bangkok, Marko, Kathrin und ich. Frueh am Morgen gingen wir mit Kathrin noch einmal shoppen und verabschiedeten uns von den Leuten, die ich bis jetzt kennengelernt hatte. Hier gab es naemlich wieder einmal wunderschoene Statuen zu kaufen, an denen ich einfach nicht vorbei gekommen bin – und Kathrin gefielen sie auch. Da ich ja noch einmal wiederkommen wollte, liess ich ihr dabei den Vortritt und stolz zogen wir wieder zurueck zum Hotel. Dann hatten wir unser letzter Fruehstueck mit Simon, Kathi und Peter – sehr unterhaltsam. Wir wurden dann auch alle vorgebracht und Lok, einer aus dem Independent war sogar so nett, uns zur Faehre zu bringen. Dabei lachte ich dann mit Peter noch einmal Traenen (soll man ja 1x am Tag machen), die Thais schauten uns nur erstaunt an, waehrend ich fast auf dem Boden lag. Und in dem Moment war ich so froh wieder zurueck zu koennen und alle noch einmal wieder zu sehen. Die Fahrt hinten in einem Pickup war dann auch sehr rasant und eh wir uns versahen, hatten wir uns schon verabschiedet, Fotos gemacht, Versprechen auf ein Wiedersehen abgegeben und sassen auf der Faehre. Dort lernten wir dann noch einmal 2 Deutsche kennen, Kaja und Philipp – ein sehr angenehmes Gespraech und so verging die Zeit wie im Flug. Abends assen wir bei unserem Inder, bei dem wir schon so oft waren und spaeter landeten wir wieder in der Bar mit der Live-Musik, so schoen! Eine kleine Showattraktion gab es auch noch als riesige Stoffpuppen durch die Kao San zogen und Missionare auf der Strasse standen in ihren weissen Hemden mit Schlips und ihr Gedankengut den Passanten entgegenschrien. So ein lustiges Bild. Haette nur gefehlt, dass die Puppen sie anrempeln und sie umfallen wie kleine Schachfiguren, hihi. Naja, zumindest kann man Respekt vor dem Mut haben, den sie aufbringen bei ihren Vortraegen. Ich marschierte dann noch einmal ueber die Kao San und unterhielt mich mit ein paar Leuten. Es war dann auch der letzte Tag fuer Marko. Die Nacht war dann auch noch einmal so richtig schoen furchtbar. Keiner konnte schlafen, da es so heiss war, wenn man den Ventilator anmachte, quietschte dieser ohrenbetaeubend und so gesellten sich auch die Muecken zu uns. Frustierend. Wir fruehstueckten verschlafen am naechsten Tag zusammen und dann ging es zum Flughafen. Das 3 Mal nun schon fuer mich. Kathrin kam auch mit. Ja, es war dann der 2. Abschied fuer mich, ach ja immer nicht schoen. Zurueck auf der Kao San gingen wir erst ein super leckeres Eis essen und quatschten und lachten die ganze Zeit. Eigentlich waren das die beiden Sachen, die wir die ganze Zeit taten. Es war wirklich lustig mit Kathrin zusammen zu reisen, hatte danach bestimmt ganz viele Muskeln vom Lachen 😉 Und spaeter liess ich mir dann noch einmal meine Dreads machen, Schmerz lass nach. Aber die beiden Maedchen machten es sehr gut und wir hatten viel Spass. Abends waren wir wieder in der Bar und lernten Constanze und Guido kennen, die jetzt nach den letzten Pruefungen vom Studium ihre wohlverdiente Auszeit hatten. Wir redeten viel und lange, sehr lange. Nachdem sie uns aus der Bar schon rausgeschmissen hatten, liefen wir noch durch die Strassen, besuchten noch ihr Hotel und blieben dann in einer Bar mit einem superlustigen, schwulen Kellner haengen – ach wie spassig alles. Die beiden waren leider richtige Opfer der Tuk Tuk Fahrer geworden – Wahnsinn welche Unsummen sie dir in den Shops und in dem angefahrenen Reisebuero abknoepfen – und dann noch so geschickt, dass du dich fuehlst als haettest du noch ein Schnaeppchen gemacht. Aber ohne Frage wird die Qualitaet dem Ganzen bestimmt gerecht werden, ich hoffe es! Wir landeten dann also irgendwann gegen 3 oder so im Bett. Gaehn. Dem entsprechend sind wir dann auch erst gegen 2 aus dem Bett gekrochen. Ich wurde aber sogar mit Fruehstueck direkt am Bett geweckt. Was will man mehr? 😉 Wir wollten eigentlich noch zu Cha Tu Chak. Aber warum darauf verzichten. Ich aergerte mich am Ende zwar wieder, dass wir viel zu wenig Zeit gehabt haben, genau wie schon das letzte Mal, aber selbst schuld. Ich kaufte mir dann endlich mal eine neue Jeans und noch ein bisschen anderen Kram und wir besuchten auch den Teil, wo alle Kunstwerke ausgestellt sind. So beeindruckend. Mensch, wenn man Geld und Platz haette, man wuerde mit kaufen nicht mehr fertig werden. Und wir trafen an dem einen Stand Thai-Punks – ach so schoen, sie sahen wirklich exotisch aus und so quatschten wir eine ganze Weile und hatten am Ende einen Flyer von einem Punkkonzert in den Haenden. Waere ich zu der Zeit in Bangkok gewesen, waere ich bestimmt hingegangen. Draussen am Stand assen wir sehr lecker, wenn auch sehr scharf (obwohl mir der Typ extra versicherte, dass es bestimmt nicht scharf waere) Ein Wunder, dass ich noch kein einziges Mal Feuer gespuckt habe, auch wenn mir schon oefters danach war. Lustigerweise hatten sie aber auf den Tischen riesige Behaelter mit Dill, Kresse, Sprossen und anderen Kraeutern – wie ein kleiner Kraeutergarten – so dass ich mir den Teller dann mit dem Zeug vollpackte und am Ende noch viel scharfe Sauce drueberblieb 😉 Am Abend gingen wir dann mit Jimmy, dem Schneider, und seinem Freund weg. Zuerst in eine Bar mit voll niedlichen Hunden und netten Leuten – sehr gemuetlich und dann noch zu einem Strassenstand – mitten in der Nacht mit richtig gutem Essen und Bananashakes. Ueberhaupt mein Getraenk hier. In der einen Bar habe ich am Ende schon unaufgefordert einen hingestellt bekommen – die sind hier aber auch gut. Dann haben wir abends noch ewig lange gequatscht und am naechsten Tag wollten wir dann nach Kanchanaburi.

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