251.-255. Tag – Whangarei

Am Montag frueh war dann zeitiges Aufstehen angesagt, da wir ja noch bis nach Whangarei zurueck mussten, um die Kinder puenktlich in der Schule abzusetzen. Total verschlafen mit ihren Plueschdecken zogen sie dann alle zum Auto – hach, einpacken und mitnehmen 🙂
Spaeter half ich dann auch das erste Mal mit in der Reitstunde und dort hatte ich dann auch gleich einen ganz schwierigen Fall. Ein kleines, suesses Maedchen, das sich aber ueberhaupt nicht konzentrieren konnte. Sie quatschte die ganze Zeit froehlich vor sich hin, schaute sich die Weltgeschichte an, aber achtete ueberhaupt nicht auf den Unterricht oder das Pferd. Der Vater fand das auch noch extrem lustig, sein Spruch: „“Ach, da kommt sie ganz nach mir, ich traeume auch immer vor mich hin und vergesse alles um mich herum.““ – Na, das ist ja beruhigend…
Dienstag durfte ich dann wieder in der Reitstunde mitreiten – Toll, toll, toll, toll!!! War doch ein bisschen stolz auf mich 🙂 Ansonsten passierte die beiden Tage nicht sonderlich viel Spektakulaeres, ausser der nun schon ganz routinierte Arbeitsalltag. Am Mittwoch Vormittag fuhren wir dann zu einem „“Problempferd““, um mit ihm zu arbeiten. Denn auch das gehoert zu Ellens Beruf – Leute rufen sie an und bitten sie um Hilfe, wenn sie selbst mit ihren Pferden nicht mehr klar kommen. In diesem Fall war es eine aeltere Dame mit ihrem Hengst und dieser war riesig. Sie hatte einen Unfall gehabt und sass seit einem halben Jahr nicht mehr im Sattel, zu dem hatte sie Angst vor ihm und ich muss sagen, keiner kann es ihr veruebeln, denn das Pferd hatte eine immense Kraft und ueberragte sie um Laengen. Es war jedoch total faszinierend, was fuer ein sanftes Laemmchen nach einer Stunde Arbeit aus ihm geworden ist. Ich kann das so schlecht beschreiben, aber es beeindruckte mich sehr. Am Donnerstag war dann Elaines letzter Tag. Ich dachte auch eine Weile daran, mit ihr zusammen zu gehen, da ich mich wie gesagt, nicht immer so wohl gefuehlt habe. Nun bin ich so froh, dass ich geblieben bin, denn es folgte die beste Woche ueberhaupt. Am Nachmittag bin ich wieder geritten und spaeter habe ich mit beim Reitunterricht geholfen. Am Abend kam die ganze Familie dann wieder, sie hatten irgendwas in der Stadt zu erledigen gehabt und mit ihnen Maaike – ein Maedchen aus Holland, die auf der anderen Farm wwoofen wollte. Wir verstanden uns auf Anhieb und es machte so einen Spass, mit ihr zusammen zu arbeiten. Denn das war wirkliche Zusammenarbeit. Bei Elaine und mir war es eher die ganze Zeit so, dass jeder sein eigenes Ding machte, aber Maaike und ich harmonierten super miteinander. Und eine Beruehmtheit ist sie auch noch 😉 Sie turnte naemlich vor ihrer Reise in der Nationalmannschaft fuer rhythmische Gymnastik. Wir verbrachten einen gemuetlichen Abend vor dem Fernseher, um uns Freitag dann richtig auf die Arbeit zu stuerzen. Unser Tagesprojekt, die Garage. Mhhh. Es gibt saubere und dreckige Garagen. Diese wuerde ich so im Mittelfeld anordnen, wenn da nicht der nette Nachbarshund waere. Dank ihm, glich sie einem Saustall. Denn dieser dicke, fette Hund hatte nichts besseres zu tun, als alle dort gelagerten Muellsaecke in Einzelteile zu zerfetzen 🙁 Nun bestand unsere ehrenvolle Aufgabe darin, alles wieder einzulesen, zu verladen und den Rest der Garage aufzuraeumen. Es war eine Schinderei, aber am Ende fielen wir uns stolz und freudestrahlend in die Arme. Wir waren toll!!! Spaeter kamen die Kinder von der Schule und es sollte um 3 los gehen zur anderen Farm. Wir verluden dann noch ein paar Pferde, die mitkommen sollten und am Ende schafften wir es gegen 8 Uhr loszufahren. Es folgte eine lustige Autofahrt und nachdem wir die Pferde auf die Weide gebracht hatten ein wunderschoener, ruhiger Abend. So etwas war wirklich eine Seltenheit. Alle sassen gemeinsam am Tisch, es wurde gelacht, geredet und lecker gegessen.

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